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Brandbook - contur einrichten - 2020

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DAS INTERVIEW Interview

DAS INTERVIEW Interview mit Philipp Goreth Wir sprachen mit ihm über 40 Jahre Contur. 40 JAHRE CONTUR ® – WAS WAR DAMALS DIE TRIEBFEDER FÜR DIE MÖBELCOLLECTION, WAS IST SIE HEUTE? Man muss sich vorstellen: Da gibt es Contur ® Einrichten seit 1979 und schon immer war es unsere Triebfeder Klassiker zu schaffen, welche die Zeit überdauern. Ganz ohne Schnick Schnack und dabei zum Lieblingsstück im Zuhause werden. Eigentlich wollen wir seit 40 Jahren noch immer das Gleiche. Die Welt ein bisschen schöner und angenehmer machen. ALS MARKENBOTSCHAFTER VON CONTUR ® HABEN SIE TRENDS KOMMEN UND GEHEN SEHEN ... WAS IST IHNEN BESONDERS IN ERINNERUNG GEBLIEBEN? Besonders einprägsam und im maximalen Kontrast zur heutigen leichten Einrichtungswelt stehend, erinnere ich mich an die groß formatigen und dunkel gebeizten Eiche Rustikal-Wohnwände der 80iger Jahre. WAS UNS HEUTE ANTREIBT UND WIE ALLES VOR 40 JAHREN BEGANN WIE HAT SICH WOHNEN HEUTE VERÄNDERT? In den frühen Anfängen von Contur ® Einrichten, wurden Lebensräume noch großformatiger, oftmals noch mindestens in Zwei-Generationenhaushalten gelebt und gedacht und Möbel wie aus einem Guss ganzheitlich geplant. Die raumfüllende Bibliothek in einer dunkel gebeizten Eiche sollte in der gleichen Oberfläche für den Beistell- und Couchtisch, den Esstisch und die Speisestühle 1:1 umgesetzt sein. Ganzheitliche Planung und Abstimmung in Materialität und Farbe sind heute nach wie vor wichtig. Jedoch leben wir heute einen mutigeren international geprägten „Pluralismus“. Die Welt ist ein Dorf und das Internet, Social Media und generell die Globalisierung prägen ein erlebbares und elegantes „Mix und Match“ mit bewussten Stilbrüchen. Möbel sind heute kompakter, luftiger und smarter und zum Teil auch digital vernetzt. SPIELT DAS THEMA AUTHENTIZITÄT, WIE IN VIELEN BEREICHEN, AUCH BEIM EINRICHTEN HEUTE EINE ROLLE? Lassen Sie uns einmal einige Sekunden innehalten. Wie fühlt sich das an? Unser berufliches wie privates Leben hat sich nicht nur aufgrund der vorhandenen Technologien beschleunigt. Vielmehr verschwimmen die Grenzen zwischen diesen beiden Welten immer mehr. Aufgrund der vielen Projekte, Termine und Meetings, die wir uns tagtäglich auferlegen, bleibt wenig Zeit für einen persönlichen und aufrichtigen Austausch. Zum beschleunigten Leben benötigen wir einen erholsamen Gegenpol mit Privatsphäre und „Raum“ für echte Gefühle, ehrliche Dialoge mit der Familie und mit Freunden. Einrichten darf heute wieder „echt“ und authentisch sein. Individuell gefertigtes und charakterstarkes Interieur und Möbelstücke passen hier perfekt in diese bewusst entschleunigenden Rückzugsorte. IMMER MEHR MENSCHEN WOLLEN IN STÄDTEN WOHNEN. SPIELT DAS BEI DEN ANFORDERUNGEN AN MÖBEL EINE ROLLE? Sicher sind die Beweggründe vieler Menschen für einen Zuzug in eine städtische Region unterschiedlichster Natur. Viele attraktive Arbeitgeber haben sich in städtischen Zentren platziert. Für andere Menschen steht Lebensqualität im Vordergrund, wie kurze Wege zum Lieblingslokal oder schnelle Arztbesuche. Manche Stadtbewohner haben gar kein Auto mehr. Für sie ist Stadt alles. Aufgrund der natürlichen Verdichtung in urbanen Zonen wird die Wohnfläche optimiert. Somit bleibt weniger Fläche für großformatiges Mobiliar. Da müssen Möbel heute smart und wandelbar sein, viele Funktionen erfüllen, zum Beispiel der Tisch zum ausziehen oder Sofas mit Schlaffunktion. Der Mehrnutzen spielt dabei eine große Rolle. GIBT ES TOP-TRENDS, DIE SICH HEUTZUTAGE DURCHSETZEN? Ein Trend der sich offensichtlich bereits durchgesetzt hat, ist die collagenartige Komposition unterschiedlichster Stile und Materialien. Alles ist möglich. Individualismus ist angesagt. Die Natur hält immer mehr Einzug in die persönlichen Räumlichkeiten. Während noch vor zehn Jahren nur die notwendigste Zierpflanze eine Daseinsberechtigung hatte, werden Wohn- und Speisebereiche immer mehr zur Dschungel oase. Auch eine neue moderne Weiblichkeit hält Einzug in unsere eigenen vier Wände. Außerdem scheint jegliche Schwere aus den heimischen vier Wänden zu verschwinden. Wohnmöbel werden immer filigraner. Sofas „schweben“ heute auf schmalen Plattformen aus Holz und grob gewebte Stoffe erleben gerade eine neue Renaissance. LASSEN SICH TENDENZEN IN MA- TERIAL, FARBE UND OPTIK BEI DEN HEUTIGEN MÖBELN FESTSTELLEN? Materialität und Echtheit ist ein grundsätzliches Trend-Thema. Massive Esstische aus Eiche dürfen heute bewusste Merkmale der Bearbeitung zeigen. Metalloberflächen pur in Rohstahl, gebürstet in Messing oder edel in mattiertem Schwarz setzen authentische Akzente. Matte Oberflächen ziehen erneut ins Zuhause ein. Auch Farben spielen wieder eine Rolle. 193030-006-A4 06

BEEINFLUSST DIE HEUTIGE ARCHI- TEKTUR DES OFFENEN WOHNENS DAS EINRICHTUNGSVERHALTEN? Sicher gibt es eine klare Verschmelzung der klassischen Raumzuordnungen hin zu einem offenen, leichten und kommunikativen Wohnen. Architektur und Einrichtung stehen immer in direktem Dialog und Beeinflussung. Räume haben heute mehrere Funktionen: Denken wir einmal an eine offen gestaltete Küchen-Esstischlösung als mögliches kommunikatives Zentrum unserer Wohnung oder unseres Hauses. Unabhängig wie großzügig die Räumlichkeiten ausgestaltet sind, in einer gut konzipierten Architektur gehen Einrichtung und Raum eine „symbiotische Ehe“ ein ohne sich gegenseitig in Ihrer Kraft zu bremsen. WIE SIEHT DIE EINRICHTUNG DER ZUKUNFT AUS, ODER WIRD ALLES NOCH MEHR RETRO, WIE GERADE JETZT ZU SEHEN IST? In einer Retrospektive könnte sich zeigen, dass die Idee des Bauhaus, mit seiner reinen klaren Formensprache, gepaart mit einzelnen individuellen Charakterdetails, durchaus weiteres Potential für die Zukunft haben könnte und außerdem der legendäre Nordic Style Einrichtung auch in Zukunft stark beeinflussen wird. WELCHE BEREICHE IM ZUHAUSE SIND DEN HEUTIGEN KUNDEN BESONDERS WICHTIG: WOHNEN, SPEISEN, SCHLAFEN ODER ...? Wohnräume werden immer offener gestaltet. Klar zugeordnete Raumfunktionen verschwinden zusehends. So ist in den letzten Jahren die Küche und der Esstisch mit bequemen Stühlen und einer Bank immer mehr ins Zentrum des privaten Lebens als Ort der Kommunikation und des Miteinanders gerückt. Der Wohnbereich schließt sich hier fließend und oftmals offen gestaltet an. EINE PERSÖNLICHE FRAGE ZUM SCHLUSS: WIE RICHTEN SIE SICH AM LIEBSTEN EIN? Möbel und Einrichtungsgegenstände mit einem gesellschaftlich-historischen Hintergrund faszinieren und inspirieren mich immer wieder aufs Neue. Zuhause leben wir einen vielseitigen Mix aus Auktionsexponaten, Flohmarktfunden, Klassikern der Streamline-und Organic Design-Ära und modern-leichte, handwerklich verarbeiteten Einzelmöbel mit einer klaren Formgebung in einer besonderen Finesse. Als Kontrast stehen Accessoires mit überzogen verspielten und humorvollen Details. 07 193030-007-A4

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