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Brandbook - contur einrichten - 2021-2022

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ANSPRUCH MATERIAL ANDERS

ANSPRUCH MATERIAL ANDERS SEIN ALS DIE ANDEREN N SPR U C H A. ANSPRUCH MATERIAL Wir von Contur ® Einrichten haben einen hohen Anspruch an Material, weil es uns täglich Freude macht, wenn wir es betrachten, riechen und fühlen – schlicht: genießen. Thomas Machalke ist Produzent für Contur ® und teilt diesen Anspruch. Regionale Produkte und eine nachhaltige Produktion in seiner Manufaktur sind ihm dabei »ein emotionales Bedürfnis«. Wir haben mit ihm über seinen persönlichen Anspruch an Möbelstücke gesprochen. Thomas Machalke ist der Spezialist für das besondere Leder. Sein Highlight sind die unbehandelten Naturleder, die so verführerisch im Griff und so originell in der Optik sind, dass man sich hinsetzen und am liebsten nie wieder aufstehen möchte. THOMAS MACHALKE 213030-020-A4 20

Was ist Ihr Anspruch an ein Möbelstück für Contur ® ? Ich möchte ein ansprechendes, qualitativ hochwertiges Produkt herstellen. Und das zu einem fairen Preis. Unser Anspruch ist es, immer ein bisschen anders zu sein als die anderen. Das schaffen wir vor allem durch unsere außergewöhnlichen Bezugsmaterialien. Unsere Möbel werden weltweit von Kunden gekauft, weil die Stücke echte Kultprodukte sind. Wir setzen auf Individualität. DURCH DAS NATUR- BELASSENE LEDER SIEHT JEDES SOFA ANDERS AUS. Was genau macht Ihr Produkt zum Kultprodukt? Wir sind konsequent, wenn es um unser Leder geht. Normalerweise ist dieses Material dann besonders pflegeleicht, wenn es mit Kunststoffpigment behandelt wird. Das ist aber gar nicht mein Anspruch. Ich will, dass mein Leder authentisch und natürlich ist und sich mit der Zeit verändert. Wir suchen deshalb weltweit nach besonderer Rohware. Brutal gesagt: Sofas kann jeder. Ein Sofa ist ein Sitz, Rücken und ein Paar Seitenteile. Aber ein Sofa von Thomas Machalke für Contur ® besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. Ist das dann Individualität für Sie? Durch das naturbelassene Leder sieht jedes Sofa anders aus. Das Material bleibt auch nicht für immer gleich, es verändert sich je nach Nutzung. Abgesehen davon bieten wir auch viele tailormade Produkte an. So kann jeder Kunde sein Möbelstück individuell zusammenstellen. Nach welchen Kriterien suchen Sie Ihr Material aus? Wir setzen auf Nachhaltigkeit und faire Produktion. Ich besuche regelmäßig weltweit unsere wichtigsten Gerbereien, um zu sehen, ob dort fair und ökologisch sinnvoll gearbeitet wird. Und abgesehen vom Leder setzen wir beim restlichen Material stark auf Regionalität. Unsere Gestelle aus heimischem Buchenholz kommen aus einem Umkreis von 3 km, die Metallteile aus 5 km und unser Schaumstoff aus 3 km Entfernung. Passen Leder und Nachhaltigkeit denn zusammen? Leder als Material polarisiert. Wir verwenden für unser Leder Rinderhäute, die als Restprodukt der Lebensmittelindustrie anfallen. Ich sage ganz klar: Sobald das erste Rind nur für mein Material geschlachtet wird, werde ich kein Leder mehr einsetzen. Diese Reststoffverwertung und die extreme Haltbarkeit machen Leder zu einem besonders nachhaltigen Bezugsmaterial. Denn langlebig und haltbar bedeutet automatisch nachhaltig. Haltbar heißt aber nicht, dass es sich nicht verändert. Je natürlicher das Leder, desto schöner altert es. Können Sie beschreiben, wie Leder für Sie sein muss? Bei Leder bin ich dickköpfig: Wir verwenden zum großen Teil naturbelassene Leder und zeigen die natürliche Oberfläche ganz offen. Man muss sehen, dass das Tier Nackenfalten hatte, Rauhstellen oder Zeckenbisse müssen sichtbar sein. Auch wir Menschen haben doch Narben oder Dehnungsstreifen auf der Haut. Ich finde es tragisch, ein Naturprodukt zu kaufen, um dann die natürlichen Merkmale künstlich zu verändern. Wir kaufen auch Leder aus Brasilien oder Südafrika. Da haben die Tiere Brandzeichen. Bei bestimmten Ledersorten verarbeiten wir diese Brandzeichen auch ganz bewusst sichtbar in unseren Möbeln. Leder ist für mich Leder, wenn man die Natürlichkeit sieht. Was ist für Sie der wichtigste Part in der Produktion? Jeder Part ist auf seine Art wichtig. Aber größten Respekt habe ich vor den Näher:innen. Die müssen zum einen großes Fachwissen haben, zum anderen ist es auch körperlich sehr anstrengend, wenn man ein 3 m großes Stück Material, das 30 kg wiegt, durch die Maschine ziehen muss. Jetzt die schwierigste Frage: Haben Sie einen Favoriten aus Ihrer Kollektion? Das ist wirklich schwer, denn ich habe eine große Schwäche: Ich kann nur Möbel entwerfen, die mir selbst gefallen. Das ist gleichzeitig mein Segen und mein Fluch. Ich mag auch alle gerne, aber das Modell Aprino gehört auf jeden Fall zu meinen neuen Favoriten. 21 213030-021-A4